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Timm Rautert - Arbeiten
Fotografien 1968 - 2000

Timm Rautert

26. September bis 25. November 2001

Von einer Reportage über die Produktion bei Porsche 1968 bis zu Porträts aus der Frankfurter Börse im Jahr 2000 zieht sich das Spektrum der Arbeiten Timm Rauterts aus der Arbeitswelt. Rautert, heute Professor für Fotografie in Leipzig, war seit den frühen 70er Jahren vor allem bildjournalistisch tätig - bekannt sind seine Reportagen, die er vornehmlich für das ZeitMagazin fotografierte.

In dieser Zeit arbeitete er aber auch immer wieder für eine Vielzahl von Industrieunternehmen: BMW und VW, Thyssen, Krupp, Mannesmann, Flugzeugbau in Hamburg, Waffenproduktion bei MBB, Computer- und Chipproduktion oder die Arbeit im Großkrankenhaus sind Themen der gezeigten Bildserien. Sein Interesse galt dabei dem Wandel der Arbeit und dem allmählichen Verschwinden des Menschen aus den Produktionsabläufen.

Diese veränderte Signatur der Arbeitswelt, geprägt von den immer gleichen Überwachungsmonitoren und Fertigungsautomaten, die den Blick auf Arbeitsvorgänge und Produkte nicht mehr freigeben, stellten das Bildprogramm der Industriefotografie in Frage.

Timm Rauterts Blick auf die Arbeitswelt fragte deshalb immer auch nach den Möglichkeiten ihrer fotografischen Darstellbarkeit. Besonders in dem Projekt "Gehäuse des Unsichtbaren. Bilder von der dritten industriellen Revolution", das er in den 80er Jahren begann, fand er zu einer hochartifiziellen Bildsprache, welche die Irritationen über den rasanten technologischen Wandel spürbar werden lässt und für das Genre großen Einfluss hatte.

Timm Rautert, geb. 1941, studierte Fotografie an der Folkwangschule für Gestaltung Essen bei Otto Steinert. Seit 1993 ist er Professor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

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