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Werbewelten made in Hamburg. 100 Jahre Reemtsma

Neue Ausstellung im Museum der Arbeit: 10. September 2010 bis 20. März 2011

Pressekontakt und -bilder: Jan Haack, presse@museum-der-arbeit.de, 040 428 133 105
Pressegespräch: Do., 9. September, 11 Uhr, Museum der Arbeit

Enparaffinierungsanlage im Shell-Werk Hamburg

Ab dem 10. September ist im Museum der Arbeit die neue Ausstellung "Werbewelten made in Hamburg. 100 Jahre Reemtsma" zu sehen. Ernte 23, Eckstein, Peter Stuyvesant oder West - anhand von Packungen, Plakaten, Werbeaufstellern, historischen Fotografien und Maschinen wirft die Schau einen Blick auf die Geschichte des Unternehmens Reemtsma und auf ein wichtiges Kapitel der deutschen Marken- und Werbegeschichte.

Highlights der Ausstellung sind die vielen tausend Objekte des im Jahr 2004 vom Museum der Arbeit übernommenen Reemtsma Werbemittelarchivs und der tabakhistorischen Sammlung, die erstmals der Öffentlichkeit in diesem Umfang präsentiert werden können.

"Eine Zigarette besteht aus Papier, einem Gramm Tabak und vielen Werbemillionen."

Philipp Fürchtegott Reemtsma, Sohn des Firmengründer Bernhard Reemtsma, ab 1917 in der Firma für Verkauf, Werbung und Finanzen zuständig

Enparaffinierungsanlage im Shell-Werk Hamburg
In Hamburg und Altona gibt es eine lange Tradition des Tabakhandels und der Tabakverarbeitung.

1923 verlagert Bernhard Reemtsma seine dreizehn Jahre zuvor erworbene Zigarettenfabrik von Erfurt nach Altona-Bahrenfeld. Es folgte eine beispiellose Expansion auf dem deutschen Zigarettenmarkt - nicht zuletzt, weil Reemtsma zu einem Pionier des Marketings und der Markenwerbung wurde. Was in unserer heutigen Produkt- und Konsumlandschaft selbstverständlich ist, war damals der Schlüssel zum Erfolg - ein Massenprodukt wird zur Marke aufgebaut und gezielt beworben. Ob Wikinger-Motive, exotische Orientbilder aus 1001 Nacht oder "Der Duft der grossen weiten Welt", das Unternehmen schuf erfolgreich rund um seine Marken Werbewelten, die gesellschaftliche Veränderungen spiegeln und bis heute im kollektiven Bildgedächtnis gespeichert sind.

Begleitbuch zur Ausstellung

Im Junius Verlag erscheint Anfang September: Stefan Rahner/Museum der Arbeit (Hg.), Werbewelten made in Hamburg. 100 Jahre Reemtsma, 208 Seiten mit 420 Farb- und s/w-Abb, Hardcover, 21 x 27 cm, 24,90 Euro, ISBN 978-3-88506-469-5. www.junius-verlag.de

Eine Ausstellung des Museums der Arbeit mit freundlicher Unterstützung durch:

Sponsoren

2 Tage, 10 Häuser, 12 Euro

Zwei-Tagesticket der Stiftung Historische Museen Hamburg startet

Ab Samstag, 1. Mai 2010, bietet die Stiftung Historische Museen Hamburg ein zweites gemeinsames Ticket für ihre 10 Standorte an. Die "Kombicard" ist eine Zwei-Tageskarte für Besucher, die die Geschichte der Stadt Hamburg in zwei Tagen erleben und die vielfältigen Angebote der Häuser der Museumsstiftung kennenlernen möchten. Sie berechtigt zum Besuch aller Sonder- und Dauerausstellungen der Stiftung Historische Museen Hamburg, kostet 12,- Euro und ist an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gültig. Die Kombicard ist an den Museumskassen der teilnehmenden Häuser oder über den Museumsdienst Hamburg erhältlich.

"Nach der erfolgreichen Einführung des Jahrestickets können wir nun auch allen Hamburg-Besuchern, die die Geschichte der Stadt Hamburg in kurzer Zeit kennenlernen wollen, eine attraktive Kombicard anbieten."

Prof. Dr. Lisa Kosok, Vorstandsvorsitzende Stiftung Historische Museen Hamburg

Stiftung Historische Museen Hamburg

Die Stiftung Historische Museen Hamburg ist an 10 Standorten in Hamburg aktiv. Von der Steinzeit bis zur Entwicklung der HafenCity wird in den Häusern die Geschichte der Stadt erzählt und vermittelt. Folgende Standorte gehören zur Stiftung: Altonaer Museum, Archäologisches Museum Hamburg/Helms-Museum, Hafenmuseum Hamburg, Jenisch Haus, Kramer-Witwen-Wohnung, Museum der Arbeit, Museum für Bergedorf und die Vierlande, Museum für Hamburgische Geschichte, Rieck Haus, Speicherstadtmuseum. Neben der Zwei-Tageskarte bietet die Stiftung seit letztem Jahr auch ein Jahresticket an, das zum Preis von 30,- Euro für ein Jahr den Eintritt zu allen Sonder- und Dauerausstellungen ermöglicht.

Brücken-Verlängerung im Museum der Arbeit

Ausstellung "Hamburg und seine Brücken" bis 18. Juli 2010 verlängert

Die Kunst des Überbrückens

Das Museum der Arbeit verlängert die Laufzeit der Ausstellung "Hamburg und seine Brücken" bis zum 18. Juli 2010. Die Ausstellung zeigt unter anderem bisher unveröffentlichte Konstruktionspläne der Elbbrücken (1872) und der Lombardsbrücke (1865) sowie historische Fotografien vom Bau der Hochbahn-Viadukte zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Schmuck-Keramiken vom Stadttor der Norderelbbrücken.

"Die Ausstellung wird von den Hamburgerinnen und Hamburgern, aber auch von Touristen gut angenommen. Wer zwischen Alster, Innenstadt und Hafen spazieren geht, trifft auf unzählige Brücken, über die in dieser Ausstellung erzählt wird", zeigt sich Dr. Kirsten Baumann zufrieden.

Seit der Eröffnung im Hamburger Architektursommer haben fast 25.000 Gäste das Museum der Arbeit besucht. Für die Laufzeit im Jahr 2010 wird ein Teil der Ausstellung mit neuen Objekten bestückt und lichtempfindliche Pläne ausgetauscht. Besonders die Arbeit des ehemaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher, der zahlreiche Brücken für Hamburg entwarf, wird dann mit neuen Fotografien, Bauplänen und Zeichnungen gewürdigt.

Hamburg und seine Brücken. Baukunst, Technik, Geschichte bis 1945

2.500 Brücken gibt es in Hamburg – das Museum der Arbeit widmet sich im Rahmen der Ausstellung ihrer Baugeschichte und Konstruktion. Am Beispiel prägnanter Hamburger Brücken zeigt sie, wie nach dem Großen Brand von 1842 Brücken gebaut wurden und wie sie das Bild der Stadt an Elbe, Alster und Bille prägen. Neben originalen Bauplänen aus dem 19. Jahrhundert werden historische, größtenteils unveröffentlichte Fotografien – u.a. aus dem Archiv der Hamburger Hochbahn – und Konstruktionsmodelle von Brücken gezeigt. An Hands-On-Stationen kann der Besucher sich als Brückenplaner und –bauer betätigen. Ein Luftbild Hamburgs verzeichnet sämtliche Brücken der Stadt.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau und der Hamburgischen Architektenkammer.

Mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Hochbahn, des Staatsarchivs Hamburg, der Hamburg Port Authority und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer.

Gummi geben!
Phoenix-Archiv im Museum der Arbeit

Das Museum der Arbeit übernimmt das Archiv der Phoenix AG aus Harburg. Das Unternehmen, das seit einigen Jahren zu ContiTech (Continental AG) gehört, schenkt sein Archiv dem Hamburger Museum. Das vom langjährigen Leiter der Werbeabteilung der Phoenix, Walter Lang, "nebenher“ und dank der Aufmerksamkeit von Kollegen zusammengetragene und geordnete Archiv enthält neben einigen Objekten vor allem Schrift- und Bilddokumente von ca. 30 Regalmetern Umfang, die nun fortlaufend im Museum erschlossen und in einer Datenbank inventarisiert werden. Fotoabzüge und Negative Hamburger Fotografen aus älterer Zeit, insbesondere von Herbert List, zählen zu den Schätzen der Sammlung. Insgesamt bietet sie Material zu folgenden Themen- und Arbeitsbereichen: Firmengeschichte im engeren Sinne, Arbeitsvorgänge, Produkte, Fabrik, Personen, Betrieb, Geschäftsgang, besondere Ereignisse, Gummi-Branche, Pressearbeit, Werbung, Erinnerungsstücke und Gegenstände.

Die Harburger Phoenix AG hatte schon die Sonderausstellung "Gib Gummi! Kautschukindustrie und Hamburg" und das gleichnamige Buch, Autor Jürgen Ellermeyer, aus dem Jahr 2006 gefördert. Damals steuerte sie Leihgaben bei und überließ Produkte und Werkzeuge aus der historischen Sammlung und dem Betrieb, u. a. der traditionellen Schlauchfertigung. Dazu erlaubte sie dem Filmemacher Jürgen Kinter die Reportage von verschiedenen, heute z. T. nicht mehr in Harburg vertretenen Arbeitsbereichen für die Ausstellung.

Das Phoenix-Archiv hatte, wie viele Hamburger Firmenarchive, unter Verlusten und Einschränkungen zu leiden. Trotzdem stellt es, zumal angesichts des Rückgangs der Produktion vor Ort, eine Fundgrube für Fragen zu einem rund 150 Jahre alten Unternehmen dar, das ab 1856 maßgeblich zur Industrialisierung Harburgs beitrug, einige Eignerwechsel, Produkt- und Organisationsänderungen überstand und nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweilig das größte Industrieunternehmen Hamburgs war.

Mit der vollzogenen Schenkung bleibt die über mehrere Jahrzehnte gewachsene Sammlung in Hamburg zusammen und der Stadt damit ein bedeutsames Firmenarchiv erhalten.

Foto: Canvas-Schuhe, chic um 1930, kleinformatiges Plakat
Karin Plessing

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