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New-York-Hamburger

Die Wahl des Standortes für das Museum der Arbeit fiel mit der ehemaligen Produktionsstätte der New-York-Hamburger Gummi-Waaren Compagnie in Barmbek auf eines der ältesten noch existierenden Fabrikensembles Hamburgs, das dort seit 1871 aufgebaut und ständig erweitert wurde.

Im Zweiten Weltkrieg, am letzten Tag der sogenannten Aktion Gomorrha, wurden die Anlagen in wesentlichen Teilen zerstört. 1949 wurden die Barmbeker Fabrikationsanlagen an die Stadt verkauft, und in den 50er Jahren verlegte die Firma ihren Sitz ganz nach Harburg. Einige Gebäudeteile wurden abgerissen.

New-York-Hamburg bei Übernahme

Vor der Umnutzung zum Museum verblieb eine Industrieruine mit Teilen der Alten Fabrik von 1871, dem Torhaus, der Zinnschmelze, dem Kesselhaus und der Neuen Fabrik von 1908. Hier hatten sich kleinere Werkstätten und Händler niedergelassen, 1986 entstand in der ehemaligen Zinnschmelze ein Stadtteilkulturzentrum mit Kneipe und umfangreichem Veranstaltungsangebot.

Seit 1982 bestanden Pläne für ein Museum der Arbeit an diesem Ort, und seit 1992 schließlich wurden die Fabrikgebäude zum Museum umgestaltet. Die Baumaßnahmen begannen mit dem Umbau des Kesselhauses für die Nutzung als Museumswerkstätten, dessen Einweihung im Herbst 1994 gefeiert werden konnte. Das erste Ausstellungsgebäude, die Neue Fabrik, wurde 1996 fertig gestellt, die Ausstellungen des Museums hier am 5. Januar 1997 feierlich eröffnet. Im Oktober 1999 konnte das renovierte Erdgeschoß der sog. Alten Fabrik von 1871 in Nutzung genommen werden. Fast 10 Jahre nach Eröffnung des Hamburger Museums der Arbeit wurde 2006 ein weiterer Teil des historischen Fabrikensembles, die Alte Fabrik von 1871, fertig gestellt. Neben neuen Büros für die Mitarbeiter, kamen weitere Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen auf insgesamt fast 2000 qm hinzu. Die öffentlich zugängige Bibliothek - im 3. Stock der Alten Fabrik - bietet nun genügend Platz zum Lesen und Arbeiten sowie einen schönen Ausblick über den Museumshof. Das Torgebäude, das nach unseren Plänen durch ein Glasdach mit der Neuen Fabrik verbunden werden sollte, wartet noch dringend auf seine Herrichtung, die in für die kommenden Jahre geplant ist.

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