"Sonntag. Kulturgeschichte eines besonderen Tages."
8. April bis 26. August
Der Sonntag - laut Grundgesetz ein Tag der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung - ist nach wie vor ein besonderer Tag. Für viele ein Tag der Selbstbestimmung, frei von äußeren Zwängen, ein Tag der Erholung von der Erwerbsarbeit und familiärer oder freundschaftlicher Gemeinsamkeiten. Als solcher wird er von Kirchen und Gewerkschaften in der aktuellen Diskussion um neue Ladenöffnungszeiten verteidigt. War der Sonntag in den ersten Nachkriegsjahrzehnten noch weitgehend von Kirchenbesuchen und tradierten Geboten geprägt, so stellt er sich heute als "Angebots-Tag" dar, dessen Möglichkeiten vielfältig und individuell sind.
Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des Sonntags und fragt nach Veränderungen vor allem in den letzten fünfzig Jahren. Sie rückt dabei die persönliche und allgemeine Bedeutung von Geschichten, bis heute aufgehobenen "guten Sachen", die den Sonntag zum Festtag machten, von veröffentlichten und privaten Fotos in den Vordergrund, bietet aber auch Schlagertexte und Literarisches zum Thema. Der erinnernde Blick dieser Ausstellung soll alte und neue Sonntagsbilder zeigen und Anstoß zum Nachdenken über die Bedeutung des Sonntags für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, insbesondere auch für Migrantenfamilien geben.
Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung.
