Home
Museum der Arbeit / Ausstellungen / In Hamburg haben wir unsere Jugend gelassen

Sie sind hier: Home / Ausstellungen / Sonderausstellungen / In Hamburg haben wir unsere Jugend gelassen

"In Hamburg haben wir unsere Jugend gelassen"
Zwangsarbeit in Hamburg 1940 - 1945

11. Mai bis 12. Juni 2005

Foyer Museum der Arbeit

Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
des Freundeskreises KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V.
und des Museums der Arbeit,
mit Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft

Anlässlich des sechzigsten Jahrestages des Kriegsendes zeigt das Museum der Arbeit in seinem Foyer die von der Hamburger Bürgerschaft geförderte Ausstellung "In Hamburg haben wir unsere Jugend gelassen" - Zwangsarbeit in Hamburg 1940 - 1945, die im Januar 2005 in der Diele des Hamburger Rathauses zu sehen war.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Freundeskreis der Gedenkstätte und das Museum der Arbeit dokumentieren darin auf 48 Ausstellungstafeln die Situation der zahlreichen, meist sehr jungen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Hamburg. Ausgestellt werden unter anderem Fotos und Briefe der Betroffenen, die sie vor allem während des Besuchsprogramm für Hamburgs Zwangsarbeiter dem Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. überließen. Eine Karte des Vermessungsamtes Hamburg verzeichnet die insgesamt 1500 Stätten der Zwangsarbeit, die von der Forschung bisher ermittelt worden sind - eine zugehörige Computerdatei von F. Littmann gibt Auskunft über Lage, Art und Zahl der in den Lagern untergebrachten Zwangsarbeiterinnen - sie waren überall in Hamburg - unübersehbar.

Ende 1944 waren im Gebiet des "Großdeutschen Reiches" acht bis zehn Millionen ausländische Arbeitskräfte eingesetzt, allein in Hamburg in den Jahren von 1939 bis 1945 fast eine halbe Million Frauen und Männer. Die Mehrzahl von ihnen stammte aus der Sowjetunion und Polen, viele auch aus Frankreich. In den rund 1.500 Lager in Hamburg mussten die nach Deutschland verschleppten ausländischen Arbeiter unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen leben. Sie waren dem Terror der Gestapo, besonders dessen Ausländerreferats, ausgesetzt. Alle Zweige der Wirtschaft nutzten die Zwangsarbeit, private und öffentliche Betriebe, Klein- und Großunternehmen, die Metallindustrie wie die Nahrungsmittelverarbeitung, die Gummifabriken und die Landwirtschaft.

Eine Ausleihe der Ausstellung ist über die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Karin Schawe Tel. 040- 4 28 96 - 536 möglich.

© 2012 MdA \ Home \ Kontakt \ Impressum \ Suche \ Druckversion