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Ein Platz für TRUDE

TRUDE ist wohl die größte und gefräßigste Dame Hamburgs. In rund 2 ½ Jahren hat sie sich unter der Elbe durchgefressen und so die vierte Elbtunnelröhre gegraben. Auf ihrem Weg von Waltershof bis Othmarschen hat sie auf 2560 m ca. 400 000 Kubikmeter Erdreich verdaut. Die Bezeichnung TRUDE steht für Tief Runter Unter Die Elbe und bezeichnet somit TRUDEs Einsatzgebiet. Das 14,2m hohe und 380t schwere Schneidrad des Elbtunnelbohrers wird nun als technisches Denkmal auf dem Hof des Museums der Arbeit aufgestellt.

Elbunterquerungen haben in Hamburg eine lange Tradition: Der erste Elbtunnel an den Landungsbrücken wurde bereits 1911 gebaut; er ist der erste Tunnel, der unter Wasser verläuft. 1975 folgten die drei Röhren des Elbtunnels zwischen Waltershof und Othmarschen. Die Elbuntertunnelungen waren immer technische Meisterleistungen und stellten ein großes Wagnis für die Ingenieure und Arbeiter dar. Auch wenn die Technik stets auf dem neuesten Stand war, ging es nie ohne die Leistung und den Einsatz der Arbeiter.

Von den beiden ersten Elbunterquerungen ist nichts außer den Bauwerken selbst erhalten geblieben - kein Arbeitsgerät hat die Zeit überdauert, um diese ungeheuren technischen Leistungen zu dokumentieren. Dieses Mal, im Fall der vierten Elbtunnelröhre, wollte das Museum der Arbeit ein Stück urtypischer hanseatischer Baugeschichte für die Hamburgerinnen und Hamburger sichern. Mit überwältigender Unterstützung durch zahlreiche Firmen und Privatpersonen ist es gelungen, das Schneidrad von TRUDE nach Barmbek zu holen.

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