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Die Technik

Steckbrief

Name TRUDE = Tief Runter Unter Die Elbe
Größe Ø 14,2 m
Gewicht 380 t
Arbeitsdauer 2 ½ Jahre: August 1997 bis März 2000
Bohrgeschwindigkeit 6m/Tag
Länge des Tunnels 2 560 m (Gesamtlänge inkl. Rampen: 4 400 m)

TRUDE wurde von der im Tunnelbau weltweit führenden Firma Herrenknecht AG speziell für den Bau der 4. Elbtunnelröhre entwickelt.

Spezielle Neuentwicklungen für den Bau der 4. Elbtunnelröhre

Mixschildtechnik

TRUDEs Schneidrad wurde speziell für die sehr unterschiedlichen Bodenverhältnisse unter dem Grundwasserspiegel entwickelt. Der Boden wurde durch ein Schneidrad mit fünf Speichen abgebaut, das mit 111 Schälmessern für weiches Gestein und 31 Rollenmeißeln für Hartgestein ausgerüstet war. Ein Steinbrecher zerkleinerte größere Gesteinsbrocken.

Vorauserkundung

Durch akustische Reflexmessungen (Sonic Soft Ground Probing - SSP) konnten Informationen über Problemzonen vor dem Schild gewonnen werden. Die Lage von Findlingen, geologischen Schichtgrenzen oder Wassereinschlüssen im Boden wurden so ermittelt und auf einem Bildschirm auf der Kontrollbrücke angezeigt. Die Vortriebsmannschaft hatte so die Möglichkeit, die in der Planungsphase entwickelten Problemlösungen planmäßig umzusetzen.

Begehbare Speichen

Da manche Bauabschnitte tief unter dem Elbgrund lagen, war es wegen des großen Erddrucks nicht überall möglich, die abgenutzten Schälmesser und Meißel auf konventionelle Weise zu ersetzen, d.h. den Werkzeugwechsel vor dem Bohrkopf durchzuführen. Erstmals waren die Speichen eines Schneidrads begehbar, so dass die Vortriebsmannschaft die Abbauwerkzeuge "von innen" auswechseln konnte.

Zentrumsschneider

Der Zentrumsschneider war auf der Nabe des Schneidrades plaziert. Er erleichterte den Vortrieb in stark lehmigen und wasserhaltigen Böden und war mit Werkzeugen für Locker- und Hartgestein bestückt. Der Zentrumsschneider drehte sich mit dem großen Schneidrad, war aber vollkommen unabhängig steuerbar.

Ringformer

Die einzelnen Tübbing-Elemente (= Segmente aus Stahlbeton zur Auskleidung der Tunnelröhre, die im Tunnel selbst zu Ringen zusammengesetzt werden) wogen wegen des großen Durchmessers der 4. Elbtunnelröhre bis zu 20t. Der Ringformer wurde entwickelt, um diese Last aufzunehmen und die Tübbings so lange in der montierten Lage zu stabilisieren, bis sie im Mörtelbett gehalten wurden.

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