Was würde Karl Marx zum digitalen Zeitalter sagen?

Ein Gespräch über die Folgen der Silicon-Valley-Ökonomie mit Timo Daum und Christoph Twickel

Montag, 22. Januar 2018, 19 Uhr, freier Eintritt


Karl Marx beschreibt in seinem Hauptwerk eindrucksvoll die Logik des Kapitalismus im anbrechenden Industriezeitalter. Und heute? Was würde Marx wohl von unserer Welt halten, vom Internet, von user-generated content, dem Silicon Valley, kurz: Wie würde Marx den „Digitalen Kapitalismus“ unserer Tage analysieren und kritisieren?

Mit dieser Frage hat sich der Medienkünstler, Physiker und Hochschullehrer Timo Daum beschäftigt. In seinem Buch „Das Kapital sind wir“ erforscht er die widersprüchliche Weltverbesserungsrhetorik des Silicon Valleys, deren Protagonisten uns mit jeder neuen App eine bessere Zukunft für die Menschheit versprechen – und gleichzeitig ein digitales Prekariat von digitalen Tagelöhnern beschäftigen. „Ein Heer von Mikro-Entrepreneuren, befreit von Festanstellungsverträgen und gesetzlichen Regelungen, versucht in den Prärien des digitalen Wilden Westens sein Glück: Jeder kann für fünfzehn Minuten ein Unternehmer sein! Und hält sich vielleicht zukünftig mit dem bedingungslosen Grundeinkommen über Wasser.“ Zum Auftakt des 200. Geburtsjahres von Karl Marx wird Timo Daum gemeinsam mit dem Kulturkritiker Christoph Twickel (ZEIT-Hamburg) diskutieren, was wir von Karl Marx für die Deutung des digitalen Zeitalters lernen können.

Eine Veranstaltung des Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Museum der Arbeit Hamburg.

Um Anmeldung wird gebeten unter https://www.zeit-stiftung.de/anmeldung/bucerius-lab-im-museum-der-arbeit


Foto: Fabian Grimm