Historische Technik in Funktion

An den Wochenenden von 15 - 16.30 Uhr sowie an unterschiedlichen Wochentagen bietet das Museum der Arbeit Vorführungen an seinen historischen Maschinen und Arbeitsplätzen. Junge und alte Besucher werden dann in die Kunst des Druckens eingeführt, nehmen an der Bonbonherstellung teil oder erleben den Menck-Bagger in Aktion. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kommende Vorführungen finden Sie auch im Kalender.


Stickautomat museum der arbeit

Der Jacquard-Stickautomat

Samstag und Sonntag, 1./2. Juli und 5./6. August 2017

15 - 16.30 Uhr

Sie funktioniert bis heute: Maschinensteuerung mit Lochkarten nach dem System von Joseph M. Jacquard, der den Webstuhl mit mechanischer Webmustersteuerung entwickelte und damit um 1800 große Unruhen unter den Webern auslöste. Wir zeigen einen Automaten, der wie von Geisterhand geführt, den Stickrahmen unter der Nadel hin und her bewegt. So entsteht ein Schwungbuchstabe, exakt auf Stoff und zum Mitnehmen gestickt.


Madonna 400x400

Springende Bälle und kreischende Sägen

Samstag und Sonntag, 8./9. Juli und 16./17. September 2017

15 - 16.30 Uhr

In dieser Vorführung wird das „Geheimnis der Mischung” für Naturkautschuk-Kämme gelüftet. Die Besucher erfahren, wie man Kautschuk zum Springen springt und die Arbeit an der Kammschneidemaschine für Staub- und Läusekämme aus Hartgummi funktionierte.


Stahlstich museum der arbeit

Der Stahlstichprägedruck

Samstag und Sonntag, 15./16. Juli 2017

15 - 16.30 Uhr

Freihändig eine englische Schreibschrift in Stahl zu gravieren und das noch dazu seitenverkehrt, ist eine Kunstfertigkeit, die kaum bezahlbar ist. So darf eine im Stahlstich-Prägedruck hergestellte Visitenkarte eigentlich nur auf einem Silbertablett entgegengenommen werden. Der gelernte Experte zeigt, wie aufwendig auch der Druck von der Stahlstichplatte ist und woran der Genießer die Echtheit einer solchen Edeldrucksache erkennt.


Kaffeer%c3%b6sten museum der arbeit

Kaffeerösten von Hand

Samstag und Sonntag, 22./23. Juli 2017

15 - 16.30 Uhr

Die Kaffee-Expertin informiert über verschiedene Kaffeesorten und die Geheimnisse der Röstverfahren. Dabei führt sie einen handbetriebenen Probenröster vor, in dem traditionell kleine Mengen an Rohkaffee über offener Flamme geröstet wurden, um so die Qualität des Kaffees beurteilen zu können.

Aus steuerrechtlichen Gründen kann keine Verköstigung stattfinden.


Handsatz und buchdruck

Die Holzletternfräse

Samstag und Sonntag, 29./30. Juli und 30. September 2017

15 - 16.30 Uhr

An der historischen Holzletternfräse aus der Sammlung der Firma GEDI Schriften von den Gebrüdern Diller aus Bamberg wird die Herstellung einer Holzletter für den Buchdruck demonstriert. Vom Abführen der Schablone und dem Fräsen des Buchstaben bis hin zum Ecken stechen werden alle Arbeitsschritte gezeigt. In Europa existieren nur noch 2 Holzletternwerkstätten von denen die Werkstatt im Museum der Arbeit als einzige noch voll einsatzbereit ist.


Klappenkasten museum der arbeit (3)

„Das Fräulein vom Amt“: Telefonvermittlung am Klappenkasten

Samstag und Sonntag, 12./13. August 2017

15 - 16.30 Uhr

Hamburger Kaufleute, die international verbunden werden wollten, mussten sich bis 1928 über das Hamburger Fernamt nach Übersee vermitteln lassen. Telefone ohne Tasten oder Wählscheibe gab es auch schon vor dem heute aktuellen “Smartphone”. Sie sahen allerdings ganz anders aus. Ein Dreh an der Telefonkurbel erzeugt einen Stromimpuls, der im Fernsprechamt am Klappenschrank eine kleine Klappe fallen lässt. Das “Fräulein vom Amt” stellt die Steckverbindung zum Anrufer her und fragt: “Hier Amt, was beliebt?“ Der Anrufer nennt die gewünschte Nummer und am Klappenschrank wird die Verbindung gesteckt.


Monotype setzmaschine museum der arbeit

Die Monotype

Samstag und Sonntag, 19./20. August und 23/24. September 2017, 15 - 16.30 Uhr

Die Monotype galt als Königin unter den Setzmaschinen. Das hochkomplexe System aus druckluftbasierter Lochstreifensteuerung und höchstpräziser Lettern-Gießtechnik lieferte seit 1900 über Jahrzehnte hinweg den Satz für alle typografisch anspruchsvollen Drucksachen. Die Qualität des Produkts ist dabei ebenso beachtlich wie der Geräuschpegel der laufenden Maschine.


Menck bagger museumshof museum der arbeit

Der Menck-Bagger in Aktion

Samstag und Sonntag, 26./27. August und 9./10. September 2017

15 - 16.30 Uhr

Baggerfahrer Hans Jürgen Weber setzt Mb II-Seilbagger aus dem Jahr 1938 in Bewegung. Der 3-Zylinder Deutz-Diesel wird mit Druckluft gestartet, leistet 107 PS und erzeugt ein sonores Geräusch, begleitet vom Kreischen der Seiltrommelbremsen. Gebaut wurde der Bagger bei Menck & Hambrock in Altona, die 1978 die Fertigung einstellten. Hydraulikbagger verdrängten die traditionellen Seilbagger. Sie sind aber bis heute zum Ausbaggern von besonders tiefen Baugruben unersetzlich.

mit Hans Jürgen Weber


Dampfmmodellensemble

Die Dampfmaschine in Miniaturformat

Samstag und Sonntag, 2./3. September 2017

15 - 16.30 Uhr

Am Modell wird gezeigt, wie die Kraftübertragung (Transmission) die Arbeit veränderte, ganz so, wie in der ehemaligen Fabrik, in der sich heute das Museum befindet.


Szenische f%c3%bchrung museum der arbeit

Szenische Führung: Herrschaften, kommen Sie bitte!

Sonntag, 2. Juli/ 6. August/ 3. September 2017

13 Uhr

Die Buchhalterin Therese Janning nimmt Sie mit auf eine Zeitreise in das Jahr 1925. Erleben Sie den Alltag in einem Hamburger Handelskontor der Zeit und erfahren Sie mehr über die Arbeit der Handlungsgehilfen, Buchhalterinnen und Kaufleute.

mit der Schauspielerin Alexandra Neelmeyer

Museumseintritt + 2 €


Vorführungen an den Wochentagen:


Monotype setzmaschine museum der arbeit

Die Monotype

Montags, 14 - 15 Uhr

Die Monotype galt als Königin unter den Setzmaschinen. Das hochkomplexe System aus druckluftbasierter Lochstreifensteuerung und höchstpräziser Lettern-Gießtechnik lieferte seit 1900 über Jahrzehnte hinweg den Satz für alle typografisch anspruchsvollen Drucksachen. Die Qualität des Produkts ist dabei ebenso beachtlich wie der Geräuschpegel der laufenden Maschine.


Handsatz und buchdruck

Die Holzletternfräse

Dienstags, 14 - 15 Uhr

An der historischen Holzletternfräse aus der Sammlung der Firma GEDI Schriften von den Gebrüdern Diller aus Bamberg wird die Herstellung einer Holzletter für den Buchdruck demonstriert. Vom Abführen der Schablone und dem Fräsen des Buchstaben bis hin zum Ecken stechen werden alle Arbeitsschritte gezeigt. In Europa existieren nur noch 2 Holzletternwerkstätten von denen die Werkstatt im Museum der Arbeit als einzige noch voll einsatzbereit ist.


Linotype neu

Monotype und Linotype

Mittwochs, 14 – 15 Uhr (Monotype und Linotype im Wechsel)

Der Maschinensatz revolutionierte vor etwas mehr als 100 Jahren die Arbeit im grafischen Gewerbe, und entfachte eine kontroverse über Rationalisierung. Während die Monotype einzelne Buchstaben gießt, was eine Korrektur ohne Neugießen einer gesamten Zeile ermöglicht, sind es bei der Linotype ganze Zeilen. Die Monotype besteht aus zwei Teilen – Der Eingabeteil mit Tastatur und seperater Gießmaschine, die Linotype hingegen besteht aus nur einer Maschine. Der gelernte Experte bringt die hochkomplizierten Maschinen wieder in Gang und beantwortet gerne Fragen. Die Qualität des Produkts ist dabei ebenso beachtlich wie der Geräuschpegel der laufenden Maschinen.


Bilderdruck

Von der Lithografie zum Offsetdruck

Donnerstags

14 - 15 Uhr

Alois Senefelders (1771 – 1834) Erfindung der Lithografie war eine der größten Leistungen im Druckwesen. Heute wird dieses Flachdruckverfahren im Offsetdruck angewendet. Wir zeigen, wie es geht.


Heidelberger museum der arbeit

Bleisatz und Buchdruck im Wandel der Zeit

Samstags und Sonntags, 14 -15 Uhr

In der Buchdruckwerkstatt lüften Mitarbeiter des Museums oder ehemalige Setzer und Drucker die Geheimnisse der „Schwarzen Kunst“.